Entspannt, unkompliziert und freundschaftlich: Das poqal findet seinen Platz

BON BON Haus Münster | Café & Concept Store in der historischen Stadtvilla
Foto: Michael Bührke

Entspannt, unkompliziert und freundschaftlich: Das poqal findet seinen Platz

Den Traum, ein Café zu eröffnen, hatte Tobit schon lange. Mit dreiundzwanzig Jahren hat er ihn wahr gemacht. Dabei ging es ihm nicht nur um guten Kaffee. „Ich wollte das Stadtbild aktiv mitgestalten und einen Ort schaffen, an dem man entspannt, unkompliziert und freundschaftlich zusammenkommen kann.” Nach dem Ende seiner Pflegeausbildung im letzten Jahr machte er sich auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie. Kein leichtes Unterfangen, vor allem in Münster. In der Hoffnung auf Tipps kontaktierte er die lokale Gastro-Gemeinde und erhielt Antwort von Michael Wild, einem der Betreiber des noennekens. Sie tauschten sich aus und entwickelten eine Idee: Warum nicht in den Räumen des noennekens eine Gastro-WG gründen?

Gastro-WGs gibt es überall dort, wo wenig Platz möglichst klug genutzt werden soll. Für Münster ein passendes Modell, und für noennekens und poqal eine Rechnung, die aufgeht. „Wir teilen alles 50/50”, erklärt Tobit. “Für mich war dabei natürlich super, dass die gemütliche Einrichtung schon steht. Neu anschaffen mussten wir im Endeffekt nur eine tiptop Kaffeemaschine und astreines Geschirr.”

Um sich dort zu etablieren, wo bereits ein beliebtes Angebot seine Stammgäste hat, reicht eine gute Kaffeemaschine allein natürlich nicht. Konzept und Karte müssen stimmen. Beim poqal heißt das: Nachbarschaftscafé-Vibes kombiniert mit einer schlanken, saisonalen Auswahl. Für den gebürtigen Münsteraner sind Authentizität und der Bezug zu lokalen Produkten entscheidend. Sein Kaffee stammt aus der inklusiven Rösterei Stift Tilbeck. Das Gebäck holt er jeden Morgen selbst vom Partner Zeit für Brot am Prinzipalmarkt. „Die Karte ist bewusst klar und einfach gehalten”, erklärt er. „Es muss nicht kompliziert und overhyped sein, sondern einfach gut.”

Noch bis Ende des Monats geht es auf der Winterkarte mit Cappuccino, Flat White, heißer Schokolade und Zimtschnecken vornehmlich süß und vollmundig zu. Ab März wird es frischer und würziger. In der Sonne sitzen und einen Sunrise Espresso – Espresso auf Eis mit Orangensaft – mit frischen Olivenstangen genießen: So stellt sich Tobit den Frühling am Maria-Euthymia-Platz vor. Auch Mimosas und der erste Wein auf der Karte sind dann geplant.

Foto: Michael Bührke

Schon jetzt ist das poqal gut besucht, erste Stammgäste schauen fast täglich vorbei. Nicht nur die benachbarten Clemensschwestern, auch junge Leute und Studierende haben das Café entdeckt. Für Tobit ist der persönliche Kontakt zu den Gästen ein besonderes Highlight seines wahr gewordenen Traums: „Selbst anpacken, mit immer neuen Menschen in Kontakt kommen: Das liebe ich. Vor allem sonntags herrscht hier eine schöne Atmosphäre, ruhig und gemütlich. Man ist mittendrin aber doch ein bisschen versteckt hinter den Kirchenfassaden von Clemenskirche und St. Servartii.”

Was den Sonntag für Tobit ebenfalls besonders macht: An diesem Tag gehört das Lokal ihm allein. Das noennekens ist von Dienstag bis Samstag geöffnet, das poqalruht nur am Montag. Um die besondere Stimmung am Tag ohne Doppelbelegung voll auszunutzen, hat Tobit bereits Pläne: „Ich kann mir gut vorstellen, sonntags entspannte Musik-Events zu veranstalten, gerade wenn es draußen auch wieder schön wird.” Und auch sonst soll es im poqal bald lebendiger werden. „Ab März zeige ich eine Fotoausstellung mit Bildern von zwei Freunden. Außerdem hat sich der Female Run-Club angekündigt und kommt bald regelmäßig hier vorbei.”

Genau das werden auch wir tun. Denn das poqal steht erst am Anfang einer spannenden Münster-Geschichte. Mehr Eindrücke und News zu aktuellen Specials und Events erhaltet Ihr hier auf dem Instagram Kanal des Cafés.

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