„Wir wollten eigentlich ganz in Ruhe mit kleiner Belegschaft starten“, erklärt Benoua. „Aber das Café wurde direkt so gut angenommen, dass wir das Team bereits vergrößern mussten.“ Auch bei unserem Besuch vor Ort ist kaum ein Platz frei. Das Publikum ist dabei durchaus gemischt. „Wir merken, dass viele Leute aus der Nachbarschaft vorbeikommen. Es gibt sogar schon Gesichter, die ich fast jeden Tag sehe“, freut sich Benoua.
Die Lage des Tonka, nicht weit von der Innenstadt, mitten im Wohngebiet und auf direktem Weg zum Aasee, war für sie ein starkes Argument. „Ich habe schon lange von einem eigenen Café geträumt“, sagt die ehemalige Lehrerin. „Als die Immobilie hier frei wurde, musste ich zugreifen.“ Das war im Juni. Dafür, dass seitdem nur wenige Monate vergangen sind, wirkt das Tonka bereits kurz nach dem Start erstaunlich etabliert. Das lange Träumen scheint von Vorteil gewesen zu sein.
Von Vorteil ist auch eine Karte, auf der Brunch-Lieblinge und echte Alleinstellungsmerkmale zusammenkommen. Klassische sowie Signature-Kaffeespezialitäten, Iced Coffees, Yogi Tea, Matcha-Variationen, Spritziges, Limos und mehr stehen bei den Getränken zur Wahl. Auf der Brunchkarte fallen besonders die Bagels auf, die ganz typisch im New-York-Style gekocht werden. Demnächst sollen noch belegte Sauerteigbrote dazukommen. „Wir bieten außerdem Açaí Granola in verschiedenen Varianten an“, berichtet Benoua. Die brasilianischen Açaí-Beeren sind nicht leicht zu bekommen und gelten als schmackhaftes Superfood. Für den süßen Zahn gibt es außerdem Kuchen in wechselnder Auswahl, alles täglich frisch, versteht sich. „Mir war es wichtig, bei der Qualität von Anfang an keine Kompromisse zu machen. Darum beziehen wir unsere Produkte direkt aus England, Spanien und so weiter.“, erklärt Benoua.
Auch bei der Einrichtung ist Benoua ganz ihrem eigenen Anspruch und Stil gefolgt. Es sollte clean, aber gemütlich sein. Cremefarben dominieren auf Boden und Wänden, dunkles Holz, Pflanzen und Leinenstoffe setzen warme, natürliche Akzente. Eine schöne Überraschung ist der kleine Innenhof: Hier lässt sich den ganzen Vormittag über die Sonne genießen. Ganz im Stil größerer Cafés gibt es auch im Tonka einen kleinen Bereich für Merch. Man merkt: In diesem Café steckt jede Menge Planung. Und auch für die Zukunft hat Benoua Ideen: „Da wir hier im Wohngebiet sind, können wir keine Abendveranstaltungen anbieten. Aber Yoga-Workshops kann ich mir hier sehr gut vorstellen.“
Gibt es eigentlich etwas, das hier noch nicht ganz fertig ist? „An den Wänden fehlen noch ein paar Bilder“, lacht Chiara Benoua. „Aber die werde ich Stück für Stück ergänzen. Es muss schon passen.“ Das Tonka scheint jedenfalls zu passen. Vor allem an diesen Ort – einen der letzten in Münster, an dem wirklich noch ein Café gefehlt hat.
Mehr Eindrücke vom Tonka findet Ihr hier.