Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz/Hans-Joachim Bartsch

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Barbarossa. das vermächtnis von cappenberg & die Kunst der Herrschaft

„Rotbart“, italienisch „Barbarossa“, wurde der Herrscher erst nach seinem Tod genannt. Friedrich I. lebte von 1122 bis 1190, stieg vom Herzogssohn erst zum gewählten König und dann zum Kaiser und Herrscher des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation auf – und ging in die Geschichte ein. Anlässlich seines 900. Geburtstages widmet das LWL-Museum für Kunst und Kultur der schillernden Figur eine internationale Sonderausstellung, die am 28. Oktober anläuft.

In einem breiten kulturgeschichtlichen Überblick lernen Besucher der Ausstellung den schwäbischen Herzogssohn kennen, der ab 1155 als Kaiser die Geschicke Europas lenkte. Doch Barbarossa machte sich nicht nur als europäischer Herrscher, sondern auch als ein um Machtausgleich bemühter Politiker, tiefgläubiger Christ, streitbarer Kämpfer und potenter Kunstförderer einen Namen. Seine Kämpfe mit Päpsten und den oberitalienischen Städten zogen sich über viele Jahre.

Foto: Palast der Herzöge von Lothringen - Lothringisches Museum, Nancy/Foto: Michel Bourguet
Kreuzfahrer-Paar, 3. Viertel des 12. Jahrhunderts
Foto: Stefan Kube, Greven
Cappenberger Kopf, um 1150/60, Selm-Cappenberg, Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes Evangelist

Die Ausstellung, die neben dem LWL-Museum in Münster auch im Schloss Cappenberg bei Selm läuft, zeigt auch die bewegte Zeit des 12. Jahrhunderts: Die Gründung von Städten und Universitäten, das Aufblühen von Wirtschaft und Kultur, der Austausch von Gelehrten über entstehende Wissenschaften und die wachsenden Transfermöglichkeiten ließen antikes, abendländisches und orientalisches Kulturgut miteinander verschmelzen. Jener künstlerische Reichtum der Epoche spiegelt sich in den Exponaten der Ausstellung wider, deren zentrale Kunstwerke der berühmte „Cappenberger Kopf“ und die Taufschale des Kaisers bilden.

Kaiser Barbarossa ertrank im Jahr 1190 während des dritten Kreuzzuges im heutigen Anatolien – und wurde vor allem im 19. Jahrhundert zu einer Symbolfigur national-deutscher Sehnsüchte entfremdet. Mit der Sage des im Kyffhäuser schlafenden aber wiederkehrenden Kaisers wurde Barbarossa zum Nationalmythos. Umso wichtiger, dass die Ausstellung uns den hochmittelalterlichen Herrscher und seine Zeit näher bringt. Die Ausstellung läuft bis zum 05.02.2023.

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