Foto: 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc., Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York

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Mit hohem Wiedererkennungswert, weltbekannt und definitiv eine Ikone der Pop-Art: Andy Warhol (1928–1987) ist einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Wir freuen uns schon jetzt sehr darauf, dass das Picasso-Museum Münster die Ausstellung „Andy Warhol“ zeigt: Von Samstag, 14. Mai bis Sonntag, 18. September 2022 werden über 70 seiner Siebdrucke auf Papier an der Königsstraße zu sehen sein – und damit ein Querschnitt durch Warhols grafisches Schaffen. Der Clou: Die Werke stammen aus deutschem Privatbesitz und wurden teilweise noch nie öffentlich gezeigt.

Andrew Warhola wurde am 6. August 1928 in Pittsburgh, Pennsylvania, als jüngster von drei Söhnen geboren. Seine Eltern waren Einwanderer aus den Karpaten, im Nordosten der heutigen Slowakei. Von 1945 bis 1949 studierte er am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh (heute Carnegie Mellon University) Gebrauchsgrafik. Während seines Studiums änderte er seinen Namen in Andy Warhol.

Nach seinem Studienabschluss zog Warhol nach New York City, wo er sich einen Namen als Werbegrafiker machte, vor allem für Modemagazine und Kaufhäuser. Ende der 1950er-Jahre zählte Warhol zu den bestbezahlten Grafikdesignern in Manhattan, zu dieser Zeit wendete er sich der bildenden Kunst zu. Seine Motive fand er in der Populärkultur: Hollywoodstars, Markensymbole und Comic-Motive, die er zunächst noch per Hand auf Leinwand übertrug. Anfang der 1960er-Jahre machte er sich mit dem Siebdruck vertraut, der zu seiner bevorzugten Technik wurde.

Foto: 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc; Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York

Fast alle Motive, die als Siebdrucke auf Papier erschienen, waren zuvor auf Leinwand mit von Hand bemalten Hintergründen gedruckt worden. Die Idee dahinter hat Warhol wie folgt formuliert: „Wenn ich mich richtig erinnere, dann war mein Gedanke, dass all diejenigen, die sich ein Gemälde nicht leisten konnten, ein gedrucktes Poster erwerben konnten.“

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch Warhols druckgrafisches Schaffen, darunter viele seiner beliebtesten Motive, die zu modernen Bildikonen geworden sind: die Campbell-Suppendose, Marilyn Monroe und Warhols Flowers. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Porträts von Stars und Prominenten der 50er- bis 80er-Jahre; darunter neben Marilyn Monroe auch Liz Taylor, Jane Fonda, Grace Kelly und Ingrid Bergmann sowie Caroline von Monaco und Liza Minelli. Zu sehen sind auch Paraphrasen auf Meisterwerke der Kunstgeschichte, denen sich Warhol Mitte der 1980er-Jahre intensiv in seinen Druckgrafiken widmet: Gemälde wie Die Geburt der Venus von Sandro Boticelli, Die Verkündigung von Leonardo da Vinci und Der Schrei von Edvard Munch in seinem unverkennbaren Stil adaptiert.

Andy Warhol war auch leidenschaftlicher Filmemacher, was anhand ausgewählter Beispiele seiner „Screen Tests“ gezeigt wird: einer von ihm in den 1960er-Jahren entwickelten Form des Experimentalfilms, die eine völlig neue Art des Porträts darstellte. Es handelt sich dabei um kurze, stumme Schwarzweiß-Filmporträts, die zwischen 1964 und 1966 entstanden sind. Spannend!

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