Freibad Hiltrup in Münster Freibad Hiltrup in Münster
Foto: Stadt Münster/Angelika Klauser

Draußen

baden in münster

Ob die Kinder quengeln, weil ihnen heiß ist und die Sommerferien langweilig sind, oder ob Sie mit Ihren Freunden am Wochenende eine Abkühlung und ein paar chillige Stunden am Wasser genießen wollen – weit fahren müssen Sie dafür nicht! Nicht nur die ländlichen Ortschaften des Münsterlandes haben reichlich Badegelegenheiten zu bieten – auch im Stadtgebiet locken einige Möglichkeiten zur kühlen Erfrischung. Daher die gute Nachricht: Fürs Urlaubsfeeling am und im Wasser müssen Sie nicht mal ins Auto steigen. Wir haben einige Orte zusammengestellt, die an heißen Tagen ein großes Badevergnügen versprechen – und blitzschnell mit dem Fahrrad oder Bus zu erreichen sind. Versprochen!

Die zentralste Abkühlungsstätte

Besonders nah am Stadtkern befindet sich das Freibad Coburg an der Grevener Straße. Es eignet sich also auch für Kurzentschlossene: Wenn es für einen Shopping-Trip in der Stadt einfach zu heiß ist und sich das Gemüt nach einer Abkühlung sehnt, erreichen Sie das Freibad von der Innenstadt aus in etwa zehn Radminuten – mit dem Bus dauert es eine gute Viertelstunde, die Haltestelle „Meßkamp“ liegt direkt vorm Eingang. Vor Ort werden aber nicht nur spontane Badegäste glücklich, die zum schnellen Cooldown kommen. Auch Schwimmbegeisterte kommen im Freibad Coburg auf ihre Kosten und können im 50 Meter großen Sportbecken ihre Bahnen ziehen. Für Abenteuerlustige lockt ein Sprungbecken mit 1- und 3-Meter-Brett, geplanscht werden darf im Nichtschwimmerbecken. Für Familien mit Babys und kleinen Kindern hat das Freibad ein separates Eltern-Kind-Becken zu bieten. Wer genug im Wasser war und schon schrumpelige Finger hat, ruht sich auf der großen Liegewiese aus – je nach Geschmack unter der wärmenden Sonne oder unter schattenspendenden Bäumen. Auch für Aktivitäten im Trockenen ist gesorgt: Tischtennisplatten, Beachvolleyballfelder und ein Sandspielplatz lassen auch in den Badepausen keine Langeweile aufkommen. Wer sich bewegt, wird hungrig: Abhilfe schafft die Außengastronomie des Schwimmbads, in der man sich mit Snacks und kühlen Getränken stärken kann.

Freibad Coburg in Münster Foto: Cedric Siefker
1272 Quadratmeter Wasserfläche in zentrumsnaher Lage: Das Freibad Coburg ist mit seinen großen Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer die richtige Adresse für heiße Tage.

Große Beckenlandschaft mit Wellness-Charakter

Etwas weiter stadtauswärts, aber vom Hauptbahnhof trotzdem in 20 Minuten mit dem Fahrrad oder Bus (Haltestelle „Freibad Stapelskotten“) zu erreichen, liegt das Freibad Stapelskotten. Mit einer Wasserfläche von insgesamt 1157 Quadratmetern bietet es fast so viel Badeplatz wie das Freibad Coburg, der Aufbau ist jedoch ein anderer: Die verschiedenen Bereiche – fürs Schwimmen, für Anfänger, fürs Springen und fürs Planschen – sind hier nicht voneinander getrennt. Stattdessen lockt eine große Beckenlandschaft inklusive Durchschwimmkanal, in der die verschiedenen Areale ineinander übergehen. Zwischen den lose miteinander verbundenen Sportschwimm- und Nichtschwimmerbecken entstehen dadurch einladende Buchten und Halbinseln, die zum Ausruhen einladen und Wellness-Charakter versprühen. Das an die Badeplatte heranrückende Kinderbecken überzeugt die Kleinen mit Wasserspielgarten und angrenzendem Sandspielplatz. Auch hier muss der Sport nicht nur im Nassen stattfinden: Auch für Basketball, Beachvolleyball, Fußball und Tischtennis stehen Möglichkeiten bereit. Sie wollen nur Relaxen? Das geht hier in besonders idyllischer Kulisse: Ruhe- und Verweilzonen im Grünen und ein erhöhtes Sonnendeck mit Blick auf die vorbeifließende Werse laden zum Entspannen ein. Ein Kiosk sorgt mit Innen- und Außenbewirtung für die Stärkung, außerdem sind alle Bereiche barrierefrei und behindertenfreundlich gestaltet.

Freibad Stapelskotten in Münster Foto: Stadt Münster / Angelika Klauser
Im Freibad Stapelskotten sorgt eine Beckenlandschaft für Badespaß. Grüne Ruhe- und Verweilzonen mit Blick auf die Werse laden zum Relaxen ein.

Blaue Oase neben grünem Flüsschen

 Ebenfalls direkt an der Werse, aber einige Kilometer weiter in Münsters Nordosten gelegen, finden Sie das Freibad Sudmühle. Fern vom Trubel der Innenstadt, aber mit Fahrrad oder Bus (Haltestelle "Sudmühle Freibad") vom Hauptbahnhof dennoch in rund einer halben Stunde zu erreichen, liegt es im familienfreundlichen und idyllischen WersePark in unmittelbarer Nähe zum romantischen Flüsslein, das die blaue Oase förmlich umschlingt. Schwimmen hat hier Tradition: Schon 1891 wurde hier die Schwimmvereinigung SV Münster 1891 gegründet, das Freibad entstand zwei Jahre später. Heute können sich Sportsfreunde im 25 Meter langen Schwimmerbecken verausgaben, während im Nichtschwimmerbecken Gäste Spaß haben, die aufs Abkühlen und Planschen aus sind. Ein Babybecken mit Rutsche und Sonnensegel macht das Freibad Sudmühle auch für Familien attraktiv. Unterhaltung für die Kleinen bietet außerdem ein Spielplatz, für die Größeren stehen verschiedene Sportoptionen wie Beachvolleyballfelder und ein Streetballplatz bereit. Wer noch einen draufsetzen will, kann sich eine Tageskarte für einen der vier Speckbrettplätze holen und die Kultsportart in traumhaftem Panorama mit Werseblick ausprobieren. Für das leibliche Wohl sorgt die Gaststätte „Schöne Aussichten“, die ihren Namen zurecht trägt und mit regionalen und saisonalen Speisen die Badegäste versorgt.

Freibad Sudmühle in Münster Foto: Schwimmvereinigung Münster v. 1891 e.V.
Das Freibad Sudmühle blickt auf eine lange Tradition zurück: Schon im 19. Jahrhundert zogen hier Schwimmfans ihre Bahnen.

Action, Badespaß und Strandfeeling in Hiltrup

 In Münsters Süden schließlich lockt mit einer Wasserfläche von ganzen 1871 Quadratmetern und Urlaubsfeeling pur das Freibad Hiltrup. Mit dem Bus nicht direkt zu erreichen, eignet es sich perfekt für eine (von Hauptbahnhof oder Innenstadt aus) etwa halbstündige Radtour. Die gut neun Kilometer – immer am Dortmund-Ems-Kanal entlang – werden sich lohnen! Zunächst macht schon die Lage des Freibads den Besuch zum Erlebnis. Unmittelbar zwischen dem Kanal und dem Hiltruper See gelegen, bietet das Freibad – Wasser zwischen Wasser und nochmal Wasser – eine einmalige Kulisse. Der Hiltruper See stellt zwar ein schönes Ausflugziel dar und lädt zum Spazieren ein, ist aber zum Baden nicht freigegeben. Gut, dass es das Freibad gibt! 
Mit Palmen, Strandkörben und botanischen Akzenten fühlt sich ein Besuch an wie Urlaub vom Alltag. Und zwar ein Urlaub voller Möglichkeiten! Für Action sorgen im Erlebnisbecken eine 80-Meter-lange Großrutsche, eine Wellenrutsche und ein Strömungskanal. Mutige lockt ein Springerbecken mit bis zu 5-Meter hohem Sprungturm. Wellnessmomente liefern ein Brodelberg und Sprudelliegen, auf denen man sich ordentlich durchblubbern lassen kann. Ein Bereich für Kleinkinder mit Wasserspielgarten und sonnengeschütztem Planschbecken im Sandburg-Design sowie ein Matsch- und ein Trockenspielplatz machen das Freibad zum Kinderparadies. Mit Bereichen für Beachvolleyball, Fußball, Basketball, Tischtennis und Boule und sogar einem eigenen Trimmpfad lässt das Hiltruper Freibad keine Wünsche offen. Langweilig wird es hier ganz sicher niemandem!

Freibad Hiltrup in Münster Foto: Stadt Münster/Angelika Klauser
Eine Radtour zum Freibad Hiltrup lohnt sich: Mit zahlreichen Erlebnismöglichkeiten, Wellnessoasen und Sportoptionen kommt steht einem kurzweiligen Sommertag nichts im Wege.

Abkühlung for free!

Der Natur noch näher als in den von Seen und Flüssen umgebenen Freibädern kommt man, wenn man die vom Hauptbahnhof aus zentralste und noch dazu kostengünstigste Bademöglichkeit Münsters nutzt: Den Kanal. Einmal quer durch Münster fließt der Dortmund-Ems-Kanal: Aus dem Nordosten kommend, an der Stadtmitte und hinterm Hauptbahnhof vorbei bis runter in den Süden. Schwimmen ist in dieser Bundeswasserstraße zwar offiziell nicht erlaubt, wird aber grundsätzlich geduldet, wenn man sich an einige Regeln hält. So ist aufgrund des Schiffsverkehrs beim Baden größte Vorsicht geboten! Von den vorbeifahrenden Containerschiffen sollten sich Schwimmer unbedingt fernhalten und den Sog, den ihr Antrieb verursacht, nicht unterschätzen. Im Hafen ist das Baden daher sogar komplett untersagt. 

Weiter stadtauswärts (in beide Richtungen) bietet der Kanal jedoch zahllose Badestellen und idyllische Rückzugsorte im Grünen. Besonders gut eignen sich zwei Abschnitte für einen entspannten Tag am Wasser: Nur fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt beginnt der erste schöne Kanalbereich, der an Sommertagen zur Erfrischung einlädt: Auf den rund anderthalb Kilometern zwischen Schillerstraßenbrücke und Kanalbrücke Zum Guten Hirten laden fast durchgängig auf beiden Seiten des Kanals Grasflächen zum Relaxen ein. Vor allem junge Leute und die zahlreichen Studierenden der Stadt verbringen hier gern ihre Feierabende, Wochenenden und Semesterferien. Die Stimmung ist entspannt und lebhaft zugleich: Während die einen ihre Roundnet-Spiele aufbauen oder Wikingerschach zocken, liegen die anderen faul in der Sonne und lauschen ihrer Musik, die aus mitgebrachten Boxen tönt. Und wann immer es zu heiß wird, lockt das kühle Nass des Kanals. Wer Glück hat, kann sich noch eine zweite Art der Abkühlung genehmigen: Regelmäßig kommt hier der Eismann mit seinem Wagen vorbei. Was darf’s sein – Erdbeere, Schokolade oder Stracciatella?

Badende Menschen am Dortmund-Ems-Kanal in Münster Foto: Lotta Krüger
Nicht offiziell erlaubt, aber bei Einhalten der Regeln geduldet: Der Kanal ist an heißen Tagen eine beliebte Badestätte. Wer aufpasst und Rücksicht auf die vorbeifahrenden Schiffe nimmt, kann hier entspannte Sommertage mit Abkühlung genießen.

Neben dem „populären“ stadtnahen Abschnitt, der an warmen Tagen meist dicht besiedelt ist, findet man am Kanal auch einige ruhige und entlegene Rückzugsorte. Dafür fährt man mit dem Rad immer am Ufer entlang in Richtung Süden, etwa bis zur Höhe des Hundezentrums Münsterland. Wer hier die Augen offen hält, entdeckt hinter viel Grün einige kleine Buchten, an denen das Ufer sanft ins Wasser abfällt – übrigens ein Vorteil gegenüber dem oben genannten Kanalabschnitt, an dem man in die Kaimauer eingelassene Leitern nutzen muss, um wieder an Land zu kommen. In diesem Kanalbereich im Süden Münsters jedoch lässt es sich einfach ins Wasser und wieder heraus waten. Kombiniert mit den dichten Bäumen, die den Besuchern Schatten spenden, bietet dieser Abschnitt des Kanals auch für Familien ein gemütliches Rückzugsörtchen für einen Tag am Wasser. Der einzige Nachteil: Hier kommt der Eiswagen nicht vorbei...

Für welche der Bademöglichkeiten in Münster Sie sich auch entscheiden: Gute Abkühlung und fröhliches Planschen!

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